Das Trilemma: Wie man Füllwörter vermeidet und trotzdem genügend Wörter in der knappen Zeit schreibt

Wer kennt das nicht, man schreibt einen wissenschaftlichen Text, aber die Zeit wird immer knapper. Gleichzeitig weiß man, dass der Text nur so vor „Lückenfüllern“ strotzt, aber die Mindestanzahl von Wörtern nicht unterschritten werden darf. Dieses Trilemma tritt immer wieder beim Schreiben wissenschaftlicher Texte auf. Wer sich dessen bewusst ist, kann es durch gute Planung und bewusstes Schreiben vollständig auflösen. Die folgenden Tipps sollen euch dabei helfen auch in der Notsituation eine Lösung zu finden.

1. Füllwörter vermeiden

Natürlich möchte man in einer wissenschaftlichen Arbeit einerseits blumige und gut lesbare Sätze verfassen und gleichzeitig auch die gewünschte Länge der Arbeit abliefern. Dafür verwenden viele gern die geliebt-gehassten Füllwörter. Die kann man schon mal verwenden, aber eben nicht zu häufig. Das macht keinen guten Eindruck und liefert faktisch auch keine wissenschaftliche Information. Prüft einfach mal eure Sätze, ob ihr sie mit vielen Wörtern gespickt habt, die den Inhalt der Aussage nicht verändern, den Satz aber (unnötig) strecken. Ihr erkennt Füllwörter daran, dass sie keinen Nutzen haben. In nicht-wissenschaftlichen Texten sind sie oft von hohem Wert, da sie Emotionen und Eindrücke vermitteln und auch zur Unterhaltung beitragen. Doch in wissenschaftlichen Schriften haben sie nicht viel verloren. Gerade Prüfer*innen durchschauen diesen Trick schnell und lassen dies auch gern mal in die Beurteilung einfließen. Beliebte Füllwörter sind zum Beispiel „aber“, „allemal“, „allerdings“, „besonders“, „dann“, „doch“, „eben“, „halt“, „irgendwie“, „ja“, „nun“, „quasi“, „relativ“ und so weiter. Oft sind Füllwörter auch daran erkennbar, dass sie eigentlich die Umgangssprache bedienen oder die Wissenschaftlichkeit infrage stellen. Wenn ein Ergebnis nur „gewissermaßen“ oder „anscheinend“ eintritt, wirkt das eher unsicher. Ist es so – oder nicht? Das wollen Leser*innen der Studienarbeit wissen.

2. Trotzdem genügend Wörter liefern

Wir alle kennen das Problem: Die wissenschaftliche Arbeit ist zu kurz, es fehlen noch Wörter oder Sätze. Wie oben bereits beschrieben, behelfen sich viele mit Füllwörtern oder Wiederholungen. Das kann man schon machen – wird aber nicht auf große Freude bei den Prüfer*innen stoßen. Aber dennoch gibt es Möglichkeiten eure Arbeit mit echtem Inhalt zu strecken. Sicherlich habt ihr Abbildungen in eurer Arbeit, die man beispielsweise umfangreich erklären kann und mit denen sich ein Bezug auf andere Abbildungen aufbauen lässt. Ansonsten könntet ihr auch selbst eine Tabelle mit Ergebnissen selbst erstellen, diese in die Arbeit integrieren und den Inhalt im Anschluss erklären. Außerdem könnt Ihr eine weitere Quelle einbeziehen. Zwar benötigt ihr dafür eine weitere kleine Literaturrecherche, doch mit einem zusätzlichen Beleg oder wissenschaftlichem Input werdet ihr bei euren Prüfer*innen wahrscheinlich eher punkten als verlieren. Ebenfalls ein Mittel zum Gewinn weiterer Wörter wäre, in die Arbeit ein Zwischenfazit oder einen Ausblick einzubauen. Für welche Lösung ihr euch auch entscheidet, versucht die Arbeit nicht nur mit Wörtern zu füllen, sondern auch mit Inhalt.

3. Mehr Zeit verschaffen

Wenn eure Welt plötzlich kopfsteht und ihr aus diversen Gründen nicht schafft, eure Abschluss- oder Studienarbeit pünktlich abzugeben, könnt ihr bei eurem Prüfungsamt einen Antrag auf eine Verlängerung der Bearbeitungszeit stellen. Natürlich bedarf es dafür wichtige Gründe, wie Krankheit, Pflege von Angehörigen, technische Schwierigkeiten, Probleme im Studienverlauf, Betreuerwechsel oder höhere Gewalt. Doch meist lässt sich entweder gut mit den Mitarbeiter*innen des Prüfungsamtes reden oder kreativ ein Grund finden, der schwerwiegend genug ist, um eine Zusage für eine Verlängerung zu bekommen. Es hilft sicher auch, vorher das Gespräch mit den zuständigen Prüfer*innen zu suchen.

Auch wichtig ist – wie wir in unseren Beiträgen oft schon festgestellt haben – das Erstellen eines detaillierten Zeitplanes für die gesamte Bearbeitungszeit, in den ihr auch Zeiten für Pausen, Pannen und Prokrastination einplanen müsst. So sollte es eigentlich keine Engpässe im Verlauf geben.

Und wenn alle Stricke reißen, gibt es auch immer noch uns! Wir helfen nicht nur mit Formulierungen und Inhalten, sondern können euch auch im gesamten Verlauf der Studienarbeit coachen.

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Elisabeth Olden hat ihren Bachelor in Management Sozialer Innovationen an der Hochschule München gemacht und ist gelernte Mediatorin. Vor ihrem Studium war sie medizinische Fachangestellte und hat parallel Textererfahrung im Onlinebereich gesammelt. Seit 3 Jahren ist sie privat als Lektorin tätig und unterstützt Forschungsarbeiten mit Publikationen. Ihr nächster geplanter Schritt ist eine Tätigkeit als Coachin und Konfliktberaterin.

Schreibblockaden lösen – 7 Tipps für das flüssige Schreiben

Wer kennt es nicht: Du sitzt schon seit Ewigkeiten vor deinem Laptop, weißes Papier und dir fällt einfach keine Überschrift, geschweige denn ein Thema ein. Du denkst angestrengt nach, doch auch das hilft nicht weiter. Was nun? Wir geben dir 7 Tipps an die Hand, die dir helfen werden, diese Blockaden in den Griff bekommen. Und los geht’s!

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Oftmals halten uns unsere inneren Stimmen davon ab, anzufangen, weil wir dazu neigen, es perfekt machen zu wollen. Um diese Stimmen zum Schweigen zu bringen, mache dir bewusst, dass es nicht perfekt sein kann und auch nicht soll. In deinem Studium geht es darum, dass du dir mithilfe der Wissenschaftlichen Arbeiten Wissen aneignest und selbst umsetzt, sodass du es besser erlernen kannst. Denke immer daran, dass deine Arbeit nicht perfekt werden muss, du musst nur anfangen. Alles andere kommt von ganz alleine. Dadurch baust du innere Blockaden ab und kommst in den Schreib-Flow zurück.

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Beim Schreiben einer Wissenschaftlichen Arbeit ist es oft schwer von den gelesenen Texten wegzukommen und das Gelesene in eigene Wörter zu formulieren. Hierbei kannst du, als Hilfe daran denken, wie du es einem Freund oder Fremden erklären würdest, der noch nie etwas von dem Thema gehört hat. Dadurch fällt es dir leichter, in deinen eigenen Worten zu schreiben und du brauchst weniger Zitate.

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Das heißt, dass du dir als allererstes überlegen solltest, um was es genau in deiner Arbeit gehen soll. Welche Fragestellung willst du beantworten und welches Ziel verfolgst du mit deiner Arbeit. Dadurch hast du schon eine gewisse Vorstellung von dem Thema und Schwerpunkten, die du behandeln willst.

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Damit ist gemeint, dass du dir mit Stichpunkten aufschreibst, wie du die Arbeit aufziehen willst. Was soll in der Einleitung, im Mittelteil und im Schluss stehen, sodass ein roter Faden zu erkennen ist und das der Leser am Ende einen Mehrwert davon hat. Dadurch nimmst du dir den Druck, dass du alles von Anfang an schreiben musst. Somit hast du bereits Stichpunkte, an denen du dich entlanghangeln kannst.

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Mache dir Gedanken über die verschiedenen Themen und was du zu diesen schreiben willst. Mache wieder Stichpunkte unter den einzelnen Überschriften und schreibe in deinen eigenen Worten kurze Sätze, was du dir vorstellst unter diesem Punkt und worauf du vielleicht achten solltest. Dadurch entsteht ein grobes Gerüst, wodurch du dir besser deine Lektüre und Recherche bestimmen kannst und somit weniger Druck verspürst, etwas zu vergessen.

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Oftmals sind Schreibblockaden zurückzuführen auf die Unwissenheit oder Unsicherheit, wie die Regeln von Wissenschaftlichen Schreiben sind. Um dies zu vermeiden solltest du dir vorher genau die Regeln durchlesen und sie dir sichtbar und schnell erreichbar an deinem Schreibtisch oder auf dem Laptop ablegen. Dadurch kannst du bei Unsicherheiten schnell reagieren und eine Lösung suchen, anstatt dich Ewigkeiten mit der Suche der richten Regel zu befassen.

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Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und daher ist es absolut notwendig, dass du in den Austausch gehst mit anderen Kommilitonen. Frage ältere Semester um Rat oder gründe selber eine Gruppe, wo ihr euch austauschen könnt über eure Arbeiten. Dadurch verlierst du die Angst vor dem Schreiben, findest Gleichgesinnte und hilfst gleichzeitig anderen Kommilitonen es dir gleich zu tun. Wir hoffen die Tipps konnten dir weiterhelfen und wir freuen uns auf einen regen Austausch zu diesem Thema.

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Natürlich steht und fällt nicht alles mit einer Schreibblockade, so gibt es weitaus tiefer verdeckte Themen, die nicht auf Anhieb identifiziert werden können. Kennst du das Gefühl: Du sitzt an deiner Wissenschaftlichen Arbeit und siehst kein Ende? Du bist frustriert und dir ist alles zu viel? Du hättest jetzt gerne jemanden an deiner Seite, der dich unterstützt und dir aufzeigt, was du machen kannst, um dich täglich aufs Neue zu motivieren, deine verspannten Schultern zu entlasten und dir neue Inspirationen zu holen. Dafür sind wir für dich da. Wenn du dich intensiver mit deinen Themen auseinander setzen möchtest, dann komm doch zu uns ins Coaching!

Über die Autorinnnen

Wer wir sind? Elena Keerl und Jessica Brendke, Deine Coaches für Motivation und Inspiration beim wissenschaftlichen Schreiben. Wir helfen Dir dabei, dass Du den Kopf nicht verlierst zwischen all den Aufgaben und dass Du Deine Ziele im Auge behältst. Durch unser Studium und unsere eigenen Erfahrungen im Bereich Wissenschaftliches Schreiben, können wir zu 100% nachvollziehen, wie es Dir gerade geht und welche Ängste und Sorgen Dich plagen. Damit Du Dich besser auf Deine Wissenschaftliche Arbeit konzentrieren kannst und mit voller Power durchstartest, sind wir zur Stelle und unterstützen Dich bei allen Themen die Dich in diesem Lebensbereich konfrontieren.

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