Wie vereine ich Studium mit Kind? – Hilfe für StudentInnen mit Familienpflichten

Besonders Frauen sind häufig von der Doppelbelastung der Familienplanung und
-organisation betroffen, wenn sie gleichzeitig eine berufliche oder akademische Karriere anstreben. Das eine muss das andere jedoch nicht ausschließen. Gut informiert ist halb studiert, könnte man also sagen.

Hilfreich für die Organisation des Studiums – wenn Elternfreuden anstehen oder bereits Nachwuchs vorhanden ist – sind auf jeden Fall immer die Studierendenwerke oder aber auch die Studierendenberatungen der jeweiligen Hochschulen. Meist bestehen dort nicht nur umfangreiche Beratungsangebote, sondern auch hilfreiche Kooperationen mit Trägern und Unterstützungsnetzwerken, die einen wertvollen Beitrag zur Schaffung familienfreundlicher Bedingungen für das Studium leisten. Die wichtigsten Hinweise fürs Studium mit Kind haben wir hier für euch zusammengefasst.

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Die Studierendenwerke als auch viele Hochschulen bieten umfangreiche und entsprechend der Lebenssituation angepasste Beratungsangebote für Studierende mit Familienverpflichtungen oder anstehender Elternschaft an. Dabei gilt es schnelle und praktische Lösungen anzubieten, die die Studierenden in ihrer individuellen Lage „abholen“. Vertretene Themen sind beispielsweise Förderung und Finanzierung, Rechtsberatung, Kinderbetreuung, Wohnungssuche, psychosoziale und psychologische Beratung oder Hilfe in schwierigen Lebenslagen. Geschulte MitarbeiterInnen stehen den Studierenden zu bestimmten Sprechstunden (manche Beratungen bieten auch offene Sprechstunden für schnellen Bedarf an) oder in Infoveranstaltungen zur Verfügung. Manchmal reicht es auch schon, wenn einem die oft recht komplizierten Vorgänge zur Beantragung von Hilfen, erklärt werden.

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KinderbetreuungDie Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie scheitert meistens an der lückenhaften oder nicht vorhandenen Kinderbetreuung. Zwar bieten viele Universitäten und Hochschulen Online- oder Teilzeitstudiengänge an, doch je nach Lebenssituation wird auch in diesen Modellen Kinderbetreuung benötigt oder die Flexibilität der Angebote reicht dennoch nicht aus, um am Studium ausreichend teilnehmen zu können. So haben es beispielsweise Alleinerziehende oder Studierende, deren Partner durch ihre Berufstätigkeit nicht in der Kinderbetreuung einspringen können, trotz zeitlich variabler Angebote, oft schwer. Auch nicht immer stehen Großeltern oder andere Familienangehörige zur Versorgung der Kleinen zur Verfügung, wenn Mama oder Papa studieren. Dafür bieten die meisten Unis und Hochschulen umfangreiche Kinderbetreuungsmöglichkeiten an, von denen Studierende profitieren. Zwar werden die Plätze oft auch durch MitarbeiterInnen der Lehranstalten in Anspruch genommen, doch geht ein Großteil der Kontingente oft an die Studierenden, um einen reibungslosen Studienverlauf gewährleisten zu können. Die Studierendenwerke informieren ausführlich darüber als auch über teilweise angebotene Betreuungsangebote außerhalb der regulären Zeiten, so wie am Wochenende oder in Semesterferienzeiten.

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Was auch zur Familienfreundlichkeit beiträgt, sind spezielle Räumlichkeiten und Rückzugsmöglichkeiten an den Hochschulen und Universitäten, die exklusiv Studierenden mit Kind zur Verfügung stehen. So finden sich heutzutage an den meisten Universitäten Wickel- und Stillmöglichkeiten aber auch Spielzimmer oder zumindest Spielecken in Mensas oder Lernräume mit Spielmöglichkeiten für Kinder. Schon solche „Kleinigkeiten“ können das Studieren mit Kind deutlich erleichtern.

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Finanzielle HilfenNeben den zeitlichen Kapazitäten zählen auch finanzielle Unterstützungsangebote zu den Entscheidungskriterien, ob man mit Kind ein Studium leisten kann. Studierendenwerke als auch Studierendenberatungen der Hochschulen und Unis bieten meistens Beratung zu Förderung und Finanzierung mit Schwerpunkt Familienverpflichtung an. Das geht je nach Universität von den Themen Wohnraum, Stipendien, Grundausstattung oder Begrüßungsgeld für Neugeborene bis hin zu Hinweisen in Richtung Sozialhilfe, Elterngeld und Mutterschutz. Darauf haben nämlich auch Studierende mit Kind oder in Erwartung eines Kindes Anspruch. Übrigens gibt es in manchen Mensen auch kostenlose Kinderangebote zur Verpflegung – so wie einen kostenlosen Kinderteller. Auch der Familien- oder Ferienpass kann finanziell entlasten. Dieser wird meist kommunal angeboten.

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Manchmal hilft es aber auch, die Wahl der Hochschule familienorientiert zu treffen. Wir empfehlen daher darauf zu achten, ob die Universität oder Hochschule, an der Du studieren möchtest, zum Beispiel durch bestimmte Siegel ausgezeichnet sind, die familiengerechte Organisation und Unterstützung sichern. Dazu gehört zum Beispiel das „Audit familiengerechte Hochschule“ oder die „Charta Familie in der Hochschule“.

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Wie schon erwähnt, haben auch Studierenden Anspruch auf Mutterschutz. Seit 2018 ist dies gesetzlich im Mutterschutzgesetz verankert. Gleichzeitig sind Studierende dadurch aber auch verpflichtet, eine Geburt oder Schwangerschaft bei der Universität zu melden. Als Eltern gibt es manchmal Zeiten, in denen ein Studium einfach keinen Platz hat. In diesen Zeiten haben Studierende die Möglichkeit Urlaubssemester aufgrund von Mutterschaft, Elternzeit oder wegen Pflege von Angehörigen zu beantragen. Doch Vorsicht – ein Anspruch auf Bafög besteht während Urlaubssemestern nicht. Auch möglichen Stipendiengebern ist Meldung zu geben. Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe schafft hier Abhilfe.

Einen umfangreichen, rechtlichen und informativen Rahmen bietet außerdem das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf seinem Familienportal, wo insbesondere individuelle Lebenslagen intensiv berücksichtigt werden, so wie zum Beispiel die Situation von alleinerziehenden Eltern.

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Kinderwunsch oder Elternschaft ist definitiv kein Hindernis, um ein Studium anzutreten. Es gibt umfangreiche Beratungs- und Unterstützungsangebote durch die Hochschulen und Universitäten selbst, durch Studierendenwerke sowie auf Bundesebene. Kitas und Kindergärten bieten exklusive Plätze für Studierende an, Stipendien berücksichtigen oft bei ihrer Auswahl insbesondere Studierende mit Familienverpflichtungen. Auch wenn alles bestens organisiert und geplant ist – manchmal entstehen plötzliche Engpässe auf zeitlicher Ebene und Abgabetermine sitzen den jungen Eltern im Nacken. In solchen Situationen helfen auch wir gerne. Ob es ein Lektorat auf die letzte Minute ist, oder professionelle Unterstützung bei der Abschlussarbeit – unser Angebot ist vielfältig und hilfreich. Schaut doch einfach mal bei uns vorbei!

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Elisabeth Olden hat ihren Bachelor in Management Sozialer Innovationen an der Hochschule München gemacht und ist gelernte Mediatorin. Vor ihrem Studium war sie medizinische Fachangestellte und hat parallel Textererfahrung im Onlinebereich gesammelt. Seit 3 Jahren ist sie privat als Lektorin tätig und unterstützt Forschungsarbeiten mit Publikationen. Ihr nächster geplanter Schritt ist eine Tätigkeit als Coachin und Konfliktberaterin.

Hausarbeit vs. Klausur – welcher Leistungsnachweis passt zu mir?

Es wird sie immer geben: Die Gruppe der Studierenden, die eifrig für Klausuren lernend mit aufwendig beschrifteten Karteikärtchen und Handouts in Mensas, Cafés oder in ihren Wohnzimmern anzutreffen sind und die andere Gruppe, die hinter großen Stapeln von Büchern in der Bibliothek oder an ihren Schreibtischen verschwunden ist, um eine möglichst gut bewertete Hausarbeit abliefern zu können. Der anschließende Artikel stellt beide Prüfungsmodelle gegenüber.

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Jeder kennt es, die Wenigsten freuen sich drauf: Die Klausur rückt näher und der Druck steigt. Es gibt die vorbildlichen Studierenden, die bereits frühzeitig beginnen Lernkärtchen zu beschriften oder in jeder Vorlesung wichtige Stichpunkte auf ihren Mitschriften markieren, um daraus später möglichst gute Lernhilfen zu gestalten.

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Doch nicht für jeden ist diese Form der Vorbereitung möglich. Nebenjobs, familiäre Verpflichtungen oder schlichtweg eine andere Form der Konzentrationsfähigkeit kann den Druck vor einer Klausur für Studierende nicht unerheblich erhöhen. Eine Klausur hat einen genau festgelegten Zeitpunkt, der es einerseits möglich macht, den Lernaufwand planbar zu machen, andererseits aber nicht viel Flexibilität zulässt. Ein Faktor, der in der heutigen, schnelllebigen Welt der Studierenden immer wichtiger zu werden scheint. Kurz vor den Klausuren kann so Manchem schon mal alles zu viel werden, gestresste Studierende melden sich in der Studienberatung oder im Prüfungsamt – manche scheitern sogar an dem Modell und müssen die Klausur in einem anderen Semester wiederholen oder fallen durch. Die große Belohnung einer Klausur wartet jedoch am Schluss: Freizeit. Ist die Klausur erstmal geschrieben und abgegeben, können die Studierenden die Zeit ohne Lernen endlich genießen und sich von den Lernkärtchen verabschieden. Doch was ist mit dem angeeigneten Wissen? Verschwindet es genauso wie die Karteikärtchen, oder bleibt alles in den Köpfen gespeichert? Was ist mit dem häufig angewandten „Bulemie-Lernen“? Alles unter Druck und in kürzester Zeit auswendig gelernt, auf Papier gebracht und raus aus dem Kopf? Ist das der Sinn hinter einem ganzen Semester Vorlesungen, Referaten und Prüfungsaufwand?

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Betrachtet man die Hausarbeit im Gegensatz zur Klausur, wird schnell deutlich, dass hier ein deutlich flexibleres Modell des Leistungsnachweises vorliegt. Die Studierenden können zu großen Teilen das Thema selbst bestimmen, können sich ihre Zeit frei einteilen und die Literatur meist auch recht individuell aussuchen.

Natürlich – ein Abgabetermin besteht auch hier und die Semesterferien werden häufig zum Anfertigen der wissenschaftlichen Arbeit verwendet. Doch muss dann nicht jongliert werden zwischen anderen Kursen, lernen auf weitere Klausuren oder Vorbereitungen auf die Vorlesungen. Und auch Hausarbeiten, die während eines laufenden Semesters angefertigt werden müssen, können flexibel erarbeitet werden. Manche ProfessorInnen bieten sogar ein kurzes Feedback während der Erstellungsphase an. Dieses wichtige Feedback fehlt den Studierenden selbstverständlich während einer Klausur. Natürlich bedeutet das Verfassen einer Hausarbeit ebenfalls viel Arbeit, Aufwand und der Abgabetermin lässt sich nicht immer aufschieben, doch erarbeitet man sich das Wissen Stück für Stück selbst, kann Gelerntes aus dem Kurs anwenden und wiederholt den Stoff so automatisch. Meist stößt man sogar dabei auf neues Wissen, von welchem man im späteren Studien- oder Berufsverlauf durchaus profitiert. So bleibt der erarbeitete Inhalt auf lange Sicht hängen, wird nicht nach Abgabe gleich wieder verdrängt. Die Sinnhaftigkeit eines Studiums – nämlich das Aufnehmen von Wissen auf lange Sicht und das wissenschaftliche Arbeiten – erhält so die nötige Aufmerksamkeit.

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Doch welche Art der Leistungserbringung passt nun zu mir? Habe ich überhaupt immer eine Wahl? Nicht alle Kurse lassen einem nämlich die Entscheidungsfreiheit der Abschlussarbeit. Manchmal wird diese durch die DozentInnen oder auch den Kursinhalt vorgegeben. Wenn man aber nun festgestellt hat, dass einem beispielsweise die Hausarbeit viel besser liegt, kann man immer versuchen sich das zum Vorteil zu machen. Es lohnt sich also im Vorfeld mit den DozentInnen zu sprechen, welche Form der Prüfung sie am Ende des Kurses anbieten. So kann man entweder innerhalb des Kurses eine Auswahl treffen oder sogar nach diesem Kriterium die Kurswahl beeinflussen. Diese Möglichkeit empfiehlt sich besonders bei Geistes- und Sozialwissenschaften, wo die Leistungserfassung in Form einer wissenschaftlichen Arbeit ohnehin sehr gefragt ist. In technischen Studiengängen lässt sich vielleicht nicht immer jeder Kurs nach diesem Kriterium wählen, jedoch empfiehlt sich dann auf jeden Fall das Gespräch mit dem Professor oder der Professorin, um abzuklären, ob eine Auswahl der Leistungsprüfung am Ende des Semesters möglich ist. So unterschiedlich wie die Kurse sind nämlich auch die Studierenden und deren Fertigkeiten und Vorzüge bezüglich der Leistungserbringung und oft wird diese Diversität von den Lehrpersonen berücksichtig. Diese Entscheidung obliegt natürlich häufig dem Studien- und Hochschulmodell, doch es ist unbedingt ratsam – falls möglich – sein Studium und die erbrachten Leistungen nach den eigenen Fertigkeiten und Vorzügen einzurichten.

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Nun haben wir den Vergleich Klausur vs. Hausarbeit aufgestellt und für uns steht die Gewinnerin ganz klar fest: Die Hausarbeit! Neben dem Spaß am Schreiben und der Möglichkeit des eigenen Gestalten der wissenschaftlichen Arbeit sowie der recht selbstbestimmten Themenwahl, steht für uns ganz klar im Vordergrund, dass man durch eine Hausarbeit seinen Lernerfolg zeitlich flexibler und mit weniger Prüfungsstress erreichen kann. Die Inhalte lassen sich an die eigenen Interessensfelder anpassen und die Angst vor dem leeren Blatt lässt sich durch ein oft angebotenes Feedback durch das Lehrpersonal und den Austausch mit anderen Studierenden besiegen. In einer Klausur bleibt einem in der eigentlichen Prüfungssitutation viel weniger Zeit, es besteht sogar die Gefahr eines Blackouts und ein Feedback bekommt man auch erst am Ende des Semesters. Damit hat man dann zwar die Prüfung abgegeben, die Unsicherheit, ob man bestanden hat jedoch nicht. Ein besonders ausschlaggebender Punkt ist außerdem, dass beim Verfassen einer Hausarbeit das Wissen, durch das selbstständige Erarbeiten, meist nachhaltiger verfügbar bleibt, als beim oft praktizierten „Presslernen“ vor einer Klausur. Der wissenschaftliche Anspruch eines Studiums wird somit unterstrichen. In nicht jedem Studiengang oder Kurs lässt sich das Auswendiglernen immer vermeiden, doch wenn möglich, würde ich zumindest die Hausarbeit einer Klausur immer vorziehen!

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Elisabeth Olden hat ihren Bachelor in Management Sozialer Innovationen an der Hochschule München gemacht und ist gelernte Mediatorin. Vor ihrem Studium war sie medizinische Fachangestellte und hat parallel Textererfahrung im Onlinebereich gesammelt. Seit 3 Jahren ist sie privat als Lektorin tätig und unterstützt Forschungsarbeiten mit Publikationen. Ihr nächster geplanter Schritt ist eine Tätigkeit als Coachin und Konfliktberaterin.

Ziele priorisieren: Wie findest Du raus, welches Ziel (Dir) am wichtigsten ist?

Momentan hoppe ich hin und her zwischen Podcasts, Blog-Artikeln und Trainings, bin auf der Straße zum nächsten Unternehmen oder zu einer Konferenz, um dort meinem Brötchen-Erwerb nachzugehen. Kurz und gut: Mega viel zu tun und kaum Zeit und das war als Student kaum anders. Viele verschiedene Projekte die alle Spaß machen und auf ihre Weise wichtig sind. Aber ich will nicht, dass eine Aufgabe darunter leidet, dass ich irgendwas unzureichend erledige und später mit einem Rattenschwanz an Konsequenzen zu kämpfen habe. Ich brauche deshalb eine Methode, mit der ich meine Ziele und Aufgaben priorisieren kann. Einen Plan, was am wichtigsten ist, und wie ich Dinge schnell und zufriedenstellend erledigen kann. Und genau darum soll’s in diesem Post gehen: meine persönlichen Tipps und Tricks, wie ich diese Situationen geschickt und erfolgreich bewältigt habe. Damit Du nicht so ins Schwimmen gerätst wie ich…

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Das ganze Chaos an Aufgaben ist oft schwer überschaubar und irgendwie scheint jede Aufgabe wichtig zu sein. Wenn Du sie miteinander vergleichst, stellst Du oft fest, dass ein direkter Vergleich zwischen ihnen keinen Sinn ergibt, denn er bringt Dich keinen Deut weiter. Wie willst Du auch unterschiedliche Aufgaben mit unterschiedlichen Zielsetzungen hierarchisieren? Also brauchst Du einen Maßstab, der von außen kommt, also einer, der nichts mit Deinen Aufgaben direkt zu tun hat. Das habe ich gemacht und mich gefragt:

Was ist das, was Du im Augenblick am meisten brauchst?

Die Antwort kann eine gewisse Note für ein Projekt, einen guten Plan wie du die Prüfung bestehst oder genügend Geld bis zum Ende des Monats sein. Falls die Antwort noch zu abstrakt ist kannst du sie noch weiter konkretisieren zum Beispiel:

Welche Inhalte sind am wichtigsten um durch die Prüfung zu kommen?Geld: Womit kann ich am meisten Geld verdienen?

Auf diese Weise konnte ich alle meine Projekte gescheit bewerten und in eine Wichtigkeits-Rangfolge bringen.

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So weit, so gut. Das Problem aber war, dass es mehrere Aufgaben durch mein erstes Sieb geschafft hatten und ich noch immer nicht wusste, mit welcher ich als erstes beginnen sollte. Daraufhin habe ich das Ganze absolut gesetzt und mich gefragt:

Wenn Du nur eine einzige Aufgabe erledigen könntest, welche wäre es dann?

Die Aufgabe, die bei diesem Aussiebe-Prozess übrigbleibt, ist Deine Priorität Nummer 1. Dasjenige, das Dir von allen am meisten zurückgeben würde und deshalb von Dir als erstes bearbeitet werden sollte. Bei den übrigen, noch verbleibenden Aufgaben bin ich dann auf dieselbe Weise vorgegangen. Hatte ich eine Aufgabe erledigt, habe ich den übrigen Pool wieder nach der einen Aufgabe durchsucht, die am dringendsten war.

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Nachdem ich meine Aufgaben so priorisiert (und mir so einen Überblick verschafft) hatte, ging alles leichter von der Hand. Nicht nur planmäßiger, zügiger und effektiver, nein, auch seelisch viel angenehmer. Denn ich hatte keinen ungeordneten Berg an Dringlichkeiten, sondern einen Plan, was wann und warum drankommen muss. Ich wusste, mit welcher Aufgabe ich meinen Tag beginnen sollte und nachdem dieser Klops weg war, konnte ich mich freuen, erneut einen großen Schritt vorwärts getan zu haben. Denn so verschlingt man einen Wal: Stück für Stück. Ich mach’s, nicht weil ich muss, sondern weil ich will. Prioritäten-Setzung kann Dir wahnsinnig viel Freude für die Arbeit einbringen – und genau darum geht’s ja: Freude an dem zu entwickeln, was Du tust.