Was muss eine gute Schreibtechnik für wissenschaftliches Arbeiten können? – Bewertung herkömmlicher Schreibtechniken (Teil1)

Eine zuverlässige und nachhaltige Schreibtechnik ist einfach und führt Dich schnell zu gutem Text, egal ob es um eine Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation geht. Schauen wir uns diese Anforderungen genauer an. (Die folgenden Inhalte stammen aus dem Buch „Schreib-ABC – Fünf Seiten pro Tag“ vom Studeo Verlag in Berlin.)

Textqualität
Eine zuverlässige und nachhaltige Schreibtechnik führt Dich zu präzisen und nachvollziehbaren Inhalten bis hin zum Ergebniskapitel, für das keine externen Quellen verfügbar sind. Sie unterstützt die differenzierte Verarbeitung von Quellen wie Studien oder Fachbüchern im Text und vermeidet das Vergessen von Quellenverweisen. Sie sichert somit die Plagiatsfreiheit und dazu auch Deinen Roten Faden.

Schnelligkeit
Eine zuverlässige und nachhaltige Schreibtechnik führt Dich schnell zu hochwertigem Text. Schnelle Erfolge motivieren, stärken Dein Selbstvertrauen und sind das beste Mittel gegen Blockaden und Schreibhemmungen.

Einfachheit
Eine zuverlässige und nachhaltige Schreibtechnik ist leicht zu erlernen und funktioniert jederzeit ohne große Vorbereitung. Sie eignet sich für Anfänger genauso wie für Fortgeschrittene und Profis.

Flexibilität
Eine zuverlässige und nachhaltige Schreibtechnik funktioniert universell für alle Arten von wissenschaftlichen Texten, für alle Fächer, alle Themen, alle Methoden und alle Kapitel. Besonders die letzten Kapitel mit der Eigenleistung fallen schwer und verlangen eine funktionierende Schreibtechnik. Bewertung gängiger Schreibtechniken
Vergleichen wir die vier Grundtechniken für wissenschaftliches Schreiben.

Erst einlesen, dann schreiben

Das Einlesen dauert meist mehrere Tage oder sogar Wochen. Diese Technik wird oft empfohlen und sieht auf den ersten Blick auch vernünftig aus. Ich muss mich ja erstmal intensiv mit den Inhalten befassen. Erst dann kann ich etwas Sinnvolles dazu schreiben. Das sogenannte Einlesen hat aber ernste Schwachstellen.
• Ich kann mir unmöglich alle relevanten Inhalte beim Lesen merken. Neue Quellen überlagern vorher gelesene Quellen. Ich muss beim Schreiben immer wieder nachlesen. Das stört den Schreibfluss.
• Ich habe am Anfang noch keinen Überblick über das Thema und kann daher nicht genau sagen, welche Quellen gut sind. Ich lese vermutlich einige schwache Quellen, die mich vom Fokus des Themas ablenken.
• Lesen ist notwendig, aber nicht hinreichend für die Durchdringung des Themas. Ich muss die Inhalte systematisch und gründlich filtern und aufarbeiten.
• Ich kann mit dieser Schreibtechnik nur die vorderen Kapitel schreiben. Sie hilft nicht bei den Kapiteln mit der Eigenleistung wie dem Ergebniskapitel und dem Fazit.

Lesen, schreiben, lesen, schreiben…

Bei dieser Technik wird eine Quelle zu einem Aspekt im Thema gelesen, relevante Inhalte werden gefiltert, zusammengefasst und in das passende Kapitel eingefügt. Dann kommt die nächste Quelle, mit dem gleichen Vorgehen. Das lässt sich auf die Formel bringen: lesen, schreiben, lesen, schreiben, lesen, schreiben… Diese Technik hat mehrere Schwachstellen.
• Der Text wirkt wie eine Aneinanderreihung von Quellen, deutlich erkennbar an den gehäuften Verweisen auf eine Quelle.
• Die Inhalte der Arbeit hängen eher von der Reihenfolge beim Lesen als von der Logik in den Kapiteln ab.
• Spätere Quellen könnten viel besser sein als die ersten Quellen. Die kommen aber erst später im Text und stören den Roten Faden. Oder sie werden vorne schnell noch “dazugepackt”… Das bedeutet Stress auf den letzten Metern.
• Die Verfügbarkeit von Quellen bestimmt die Inhalte. Ist die Bibliothek zu, wird der Text anders sein, als wenn sie offen ist.
• Ein Roter Faden ist mit dieser Technik nur schwer zu erreichen.
• Die Eigenleistung kann damit nicht geschrieben werden, weil dafür keine externen Quellen zur Verfügung stehen.

Copy&paste-Technik

Bei dieser Technik werden passend klingende Stellen aus relevant klingenden Texten in einzelne Kapitel kopiert, umformuliert und miteinander verbunden, damit der Rote Faden gesichert ist. Diese Technik wird gerne unter Zeitdruck genutzt. Sie hat deutliche Nachteile.
• Plagiatsgefahr,
• Stilbrüche,
• Logikbrüche,
• viele digitale und schwache Quellen,
• Gefahren beim Umschreiben.

Puzzle-Technik

Die vierte Technik ist Zeile für Zeile, Seite für Seite, Kapitel für Kapitel im Text zu schreiben. Dabei wird in den Quellen sorgfältig nach passenden Inhalten zum jeweiligen Satz oder Absatz gesucht, wie bei einer Puzzle-Technik. Die Inhalte werden extrahiert und umgeschrieben in den Text eingefügt. Diese Technik ist definitiv seriös, hat aber schwerwiegende Mängel.
• Sie ist langsam. Es ist mühselig, perfekt passende Aussagen zu finden, die später vermutlich von noch besseren Aussagen übertroffen werden. Manchmal gibt es auch mehrere kluge Aussagen.
• Das Verlieren im Klein-Klein ist anstrengend und nagt an der Motivation.
• Der Fokus liegt auf einzelnen Aussagen, was den inhaltlichen Zusammenhang und damit den Roten Faden gefährden kann.
• Diese Technik ist perfekt für Schreibende mit Perfektionismus-Anwandlungen und verstärkt die Schwierigkeiten, das Projekt zu Ende zu bringen.
• Die Technik führt zu Stress am Ende, weil man nach dem gründlichen Studium so einiges in den vorderen Kapiteln anders sehen könnte. Der Rote Faden kann darunter leiden.
• Auch diese Schreibtechnik hilft nicht bei den Kapiteln mit der Eigenleistung. Sie führt im Gegenteil in Versuchung, die Quellen noch mal nach verwertbaren Inhalten zu durchforsten. Damit bleibt die Eigenleistung auf der Strecke.

Folgende Tabelle zeigt die Bewertung der vier Schreibtechniken gemäß den Anforderungen.

Die Tabelle zeigt die Schwächen der vier Techniken. Besonders gegen Ende der Arbeit versagen alle und verursachen damit Stress kurz vor der Abgabe.

Und nun? Alles ganz anders machen?

Nein! Die beschriebenen Schreibtechniken haben zwar Schwächen. Aber die grundlegenden Elemente dieser Techniken (außer copy&paste) werden beim Schreiben natürlich immer gebraucht.
Dazu gehört das disziplinierte Arbeiten mit Quellen, das Zusammenfassen und Umschreiben von Inhalten, das Stellen der Funde in den Zusammenhang der eigenen Arbeit, das Arbeiten mit Inhalten usw. Diese Elemente spielen auch bei unserer neuen Schreibtechnik eine große Rolle.

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Leitfaden fürs Schreiben:

ISBN: 978-3-936875-98-0
Format: A5, 272 Seiten

39,95 € / Jetzt bestellen

Wir schauen im zweiten Teil dieses Blog-Posts auf eine Schreibtechnik, die alle Anforderungen an eine zuverlässige und nachhaltige Schreibtechnik für Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation erfüllt.

Dieser Blogbeitrag stammt aus dem Schreib-ABC vom Studeo Verlag.

Über den Autor:

Silvio Gerlach „rettete” als Thesis-Coach und Diss-Coach bereits Tausende Studis und Doktoranden vor dem „Niemals fertigwerden” oder „Total scheitern”. Daraus entstanden das “Thesis-ABC – In 31 Tagen zur Bachelorarbeit oder Masterarbeit”, “In 24 h zur Hausarbeit – ohne Stress, mit Bestnote” und “In 200 Tagen zur Dissertation – Der Diss Guide”. Das neueste Buch ist das „Schreib-ABC – Fünf Seiten pro Tag für Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit und Dissertation“. Silvio ist der Autor des persönlichen digitalen Guide für Hausarbeit, Thesis und Dissertation, mit Zeitplan, Gliederungsvorlagen, Schreibvorlagen, Anleitungen für jeden Schritt und digitalen Textkontrollen. Mit dem Guide schreibst Du eine Arbeit, die Dich stolz macht, Deine Lieben glücklich, Deine Betreuenden sprachlos, künftige Arbeitgeber neugierig und die Welt ein wenig klüger. Zum Guide: https://aristolo.com

Im Gespräch mit Bestseller-Autor Silvio Gerlach: „Die Art und Weise der Verarbeitung von wissenschaftlichen Studien ist immer gleich“

Heute haben wir das besondere Vergnügen, uns mit unserem Coach Silvio Gerlach zu unterhalten. Silvio hat neben einem Studium in Außenpolitik auch ein Diplom in VWL, seine Promotion über Techniken des Wissenschaftlichen Arbeitens ist sein aktuelles Ziel. Außerdem ist er Gründer und Leiter des Studeo Verlages, der Studeo Repetitorien sowie des Studeo Coachings und ganz nebenbei ist er Familienvater von zwei Kindern – ein wahres Multitalent also. Nach 20 Jahren Erfahrung in Training, Lehre sowie als Repetitor und Coach für wissenschaftliche Arbeiten, kann man ihn durchaus als fundierten Experten bezeichnen. Deswegen freuen wir uns sehr, dass er auch uns – der Absolventen-Schmiede – regelmäßig als Coach zur Verfügung steht und auch heute Zeit für uns gefunden hat.

1. Silvio, es freut uns sehr, dass Du Dir heute Zeit für unser Gespräch genommen hast, denn davon gibt es sicherlich nicht so viel. Wenn man Deine vielen Aufgabengebiete so betrachtet – wo bleibt da noch Zeit für Dich und Deine Familie?

Ich habe das große Glück, meine Arbeit zu lieben. Gerne mache ich mir den Spaß und sage zu meiner Frau, dass das für mich gar keine Arbeit ist. Sie schaut mich dann ungläubig an und wir lachen beide.
Zeit für die Familie nehme ich mir. Ich versuche das immer mit erreichtem Meilenstein zu verbinden. Dann gibt es Belohnungen wie Ausflüge oder eben Abschalten.

2. Was würdest Du gestressten Studierenden oder Absolvent*innen für eine gute Work-Life-Balance empfehlen?

Für eine gute Work-Life-Balance sollte das Studienfach auf jeden Fall Spaß machen und nah am Herzen sein. Vielleicht ist es noch nicht die passende Wahl gewesen. Wenn das unterwegs auffällt, lässt sich das noch korrigieren. Wenn das Studienfach das richtige für einen ist, schaut man auch nicht auf die Uhr.

3. Du warst ja selbst viel im Ausland – einmal in Moskau und auch in Argentinien. Was hast Du aus dieser Zeit für deine jetzige berufliche Laufbahn insbesondere mitgenommen?

An diese Zeiten erinnere ich mich gerne. Die Sprachkenntnisse haben mir beim Einstieg in meinen allerersten Job geholfen. Aber ich habe vor allem gelernt, wie die Welt auf uns in Deutschland schaut.
Für den Beruf habe ich sicher meine Selbstständigkeit entwickelt, meine Problemlösungsfähigkeiten. Schließlich muss man im Ausland alles in der Fremdsprache machen.

4. Ein Blick auf die von Dir verfassten Titel bietet wirklich eine Vielzahl an Büchern! Welches davon ist Dein persönlicher Favorit und warum?

Inzwischen ist es tatsächlich schon eine größere Zahl von Titeln. Ich kann mich schwer entscheiden, weil es ja alle meine Babys sind. Der unglaublichsten Titel ist vermutlich in 24 Stunden zu Hausarbeit. Der klingt scheinbar reißerisch. Aber dieser Ansatz ist tatsächlich fundiert, sodass eine solche Arbeit tatsächlich in dieser Zeit geschafft werden kann. Man muss nur mal auf die typische Erledigung von Hausarbeiten schauen. Viele werden die letzten paar Tage und Nächste geschrieben, auf den letzten Drücker. Mit meinem Ansatz kann man das in den ersten Tagen erledigen und hat danach die Last von den Schultern und mehr Spaß mit anderen Sachen.

Nebenbei bring der Hausarbeit Guide noch die grundlegende Methode bei, wie man mit anspruchsvollen wissenschaftlichen Studien arbeitet. Das wichtigste Buch ist das Thesis ABC, in 31 Tagen zur Bachelorarbeit oder Masterarbeit. Das ist auch unser Bestseller. Auch hier gibt es einen konkreten 248 h Projektplan mit Meilensteinen und Sprints.

5. Besonders beeindruckend fanden wir die Methode, in 31 Tagen zur Bachelor- oder Masterarbeit zu kommen. Wie kamst Du auf diese Methodik?

Diesen Ansatz habe ich in meinem Coaching entwickelt. So eine Thesis ist komplex und verlangt nach einem Plan. Also habe ich einen Plan gemacht und diesen dann im Laufe des Coachings verfeinert. Ich nenne ihn den Masterplan. Die 31 Tage sind fundiert. Man kann sie aber auch mit einer einfachen Rechnung begründen. Die normale Bearbeitungszeit einer Thesis beträgt drei Monate. Bei im Durchschnitt 22 Arbeitstagen pro Monat das sind bei drei Monaten und fünf Arbeitstagen pro Woche circa 65 Tage. Die Hälfte der Zeit wird dafür aufgewendet, den richtigen Weg zu finden. Ist das Vorgehen aber schon relativ klar vorgegeben, lässt sich diese Zeit sparen und man kann gleich direkt an der Arbeit arbeiten.

Der Masterplan nutzt auch meine Erfahrungen als Repetitor. Ich habe im Studium Klausurvorbereitung in Mathematik, Statistik, Mikroökonomie, Makroökonomie und Investitionsrechnung angeboten. Dabei habe ich zu allen Rechenaufgaben immer Algorithmen aufgezeigt. Dann konnten meine Studis die Rechenwege selbstständig nachvollziehen und haben immer Super-Klausuren geschrieben. Das habe ich auf die Thesis übertragen und es funktioniert hier genauso.

6. Dann gibt es ja noch analog den Titel – in 200 Tagen zur Diss. Unterscheidet sich die Methode stark von der oben genannten?

Die Dissertation ist letztlich eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit mit einem sehr viel spezielleren tieferen Fokus und deutlich höheren Ansprüchen an die Methodik. Außerdem muss hier definitiv neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die Anforderungen sind also deutlich strenger. Viele Schritte sind identisch. Das reicht zurück bis zum Hausarbeiten Guide. Die Art und Weise der Verarbeitung von wissenschaftlichen Studien ist immer gleich. Damit lässt sich wissenschaftliche Arbeiten systematisch vermitteln und trainieren. Die 200 Tage sind auch aus der Praxis entstanden, aus meinem Dissertationscoaching.

7. Wie kam es dazu, dass Du dich so intensiv mit dem wissenschaftlichen Arbeiten auseinandergesetzt hast? Was hat Dich persönlich dazu angeregt?

Während meiner Uni habe ich als Tutor gearbeitet und wie schon erwähnt ein Repetitorium gegründet. Die Firma hieß “Erfolg durch Wissen” und hat Studis drei Wochen vor der Angst, also vor der Klausur für die Klausur fit gemacht.
Im nächsten Schritt kam ich zu Klausurcoaching. Das ist die Erarbeitung einer individuellen Klausurvorbereitungsstrategie. Meist geht es gar nicht um die Inhalte selbst, sondern eher um die Art des Lernens. Das Diplomarbeitscoaching, wie es damals noch hieß, hat vor vielen Jahren an einem trüben Februartag begonnen. Eine Mutter rief mich an und fragte, ob ich nicht auch Diplomarbeitscoaching anbiete. Ihr Sohn lümmelt schon seit mehreren Monaten auf ihrer Couch herum und sie möchte, dass er endlich fertig wird. An diesem Tag habe ich mit Coaching angefangen.

Mit der Zeit habe ich gemerkt, wie unterschiedlich diese verschiedenen Standards für wissenschaftliches Arbeiten sind und wie schwer es fällt, in dieser Welt der Mixed Signals den Überblick zu behalten. Dann habe ich das Thesis-ABC geschrieben, die erste Auflage. Etwas später habe ich mit Entwicklern eine digitale Plattform angefangen. Diese Formate haben mich gezwungen, klare Anleitungen für wissenschaftliches Arbeiten zu formulieren. Das führte zu einer intensiven Beschäftigung damit.

Mein Antrieb ist vermutlich meine eigene Neugier. Meine Helden in der Kindheit waren Wissenschaftler wie Aristoteles, Archimedes, Newton und Herschel. Der zweite Antrieb ist, Probleme zu lösen. Im wissenschaftlichen Arbeiten gibt es genug Herausforderungen.
Gerade schreibe ich an einem Kompendium für wissenschaftliches Arbeiten. Die ersten beiden Bücher sind fertig, das Schreib-ABC und das Research-ABC. Im Moment schreibe ich das Analyse ABC und habe noch das Methoden-ABC und das Vortrags-ABC auf meiner Liste. Diese Bücher sollen noch in diesem Jahr fertig sein.

8. Was würdest Du jungen Menschen oder Studierenden raten, die noch nicht so genau wissen, was ihr persönliches Fachgebiet werden könnte? Wie kann man den Weg dorthin finden?

Das ist tatsächlich eine Herausforderung. Dafür habe ich eine Lösungsidee.
Stell Dir einfach die folgende Frage:
Was würdest Du am liebsten den ganzen lieben langen Tag tun, ohne Pause, ohne Essen, ohne schlafen und ohne dafür bezahlt zu werden?
Die Antworten zeigen Dir den Weg. Dann sollte man nach Menschen Ausschau halten, die diesen Weg schon gegangen sind und von ihnen lernen. Wenn sich die Informationen nicht finden, dann rufe sie doch einfach an oder schreibe ihnen. Es ist erstaunlich, was Menschen so ohne Gegenleistung für einen tun, wenn sie helfen können. Menschen helfen gerne.

Natürlich muss man dann auch damit umgehen können, dass man vielleicht gar nicht studieren muss, um einen bestimmten Job zu machen…

9. Welches Deiner Bücher würdest Du einer Person empfehlen, die gerade ins Studium eingestiegen ist??

Das Unangenehmste im Studium sind definitiv Klausuren und später die wissenschaftlichen Arbeiten. Daher würde ich den Einsteigenden mein “Klausur-ABC – Immer Bestnoten” empfehlen. Dort habe ich meine Erfahrung aus vielen Jahren als Tutor und Repetitor aufgeschrieben. Soweit ich den Markt überblicken kann, ist dies das einzige Buch, das von der Aufgabenlogik und der Klausurlogik kommt und die Klausurvorbereitung nicht auf Zeitmanagement, persönliche Motivation, Überwinden psychologischer Hürden aller Art, Tagesgestaltung und so weiter reduziert.

Man braucht für die Klausurvorbereitung einen Plan und Anleitungen, mit dem sich die konkreten Herausforderungen in der Klausur vorhersehen lassen. Das Klausur-ABC liefert eine solche Anleitung. Noch ein nützliches Buch speziell für Studierende in Wirtschaft und ähnlichen Fächern ist unser “Rechentrainer – Schlag auf Schlag – Rechnen bis ich’s mag”. Der bringt die Rechenfähigkeiten auf Vordermann, die für viele Klausuren nötig sind.

10. Und welches Deiner Bücher hättest Du gerne selbst während deines Studiums gelesen? 😉

Ich habe Volkswirtschaft studiert und hätte gerne meine Klausurtrainer gehabt, für die einzelnen Fächer wie Statistik, Mikroökonomie, Makroökonomie, BWL und Mathematik. Die hätten mir geholfen, die relevanten Aufgaben und vor allem die Musterlösungen parat zu haben und mehr Zeit für das Training zu haben.

11. Dann gibt es ja noch Deinen digitalen Guide Aristolo, ein digitaler Begleiter für wissenschaftliches Schreiben. Kannst Du uns etwas darüber erzählen? Was kann man sich darunter vorstellen?

Unser Aristolo Guide ist die Umsetzung der Inhalte unserer Bücher zum wissenschaftlichen Arbeiten in eine digitale Plattform. Sie geht noch deutlich weiter als die Bücher, weil im Online-Guide eine Personalisierung möglich ist. Ich möchte das an einem Beispiel erklären. Es macht einen Unterschied, ob ich eine Literaturarbeit, ein Literature Review oder eine empirische Arbeit mit einer Umfrage schreibe. Die Methodik muss entsprechend angepasst sein. Das geht mit unserem Guide.

Ebenso wichtig ist die Personalisierung entsprechend dem Analyse-Fokus. Der Analyse-Fokus bezieht sich auf den Aspekt der Untersuchung. Beispiele sind Ursachenanalyse, Vergleichsanalyse, Evolutionsanalyse oder Potenzialanalyse. Die Leitfrage, Zielsetzung und die Aufgabe sowie die Vorgehensweisen sind jeweils unterschiedlich. Das lässt sich in einem Buch nicht so detailliert darstellen. Außerdem hat der Aristolo Guide einige Tools, mit denen die Arbeit leichter wird. Ein zentrales Element ist unser Qualitäts-Check. Wir nennen ihn den ABF, den Aristolo Bullsh**t Filter. Damit lassen sich grobe Schwächen eines Textes erkennen, um sie dann beseitigen.

12. Wie bist Du auf die Idee gekommen, ein solches digitales Tool anzubieten?

Ein wichtiger Grund war, das Konzept allen zugänglich zu machen. Coaching ist immer persönlich und daher nicht skalierbar. Außerdem ist es teuer und deswegen braucht es ein zugängliches und erschwinglich es Hilfsmittel.

Zudem war ich neugierig, was man damit noch erreichen kann. Wir wollen mit der Plattform richtig tolle Studien herausbringen.

13. Was ist Dein persönlich größtes Erfolgserlebnis, seit Deinem Studium?

Mir scheint, das größte Erfolgserlebnis liegt erst noch vor mir. Das ist die Vollendung meines Kompendiums für wissenschaftliches Arbeiten. Mein Ziel ist, damit einen erlernbaren und lehrbaren standardisierten Ansatz zu bieten, mit dem alle eine gute wissenschaftliche Arbeit schreiben können.

14. Bestimmt hast Du durch Deine Arbeit auch viele Erfolgserlebnisse anderer Menschen begleiten und unterstützen dürfen. Gab es dabei mal ein besonderes Highlight?

Ich freue mich immer, wenn meine Coachees eine tolle Note bekommen haben. Highlights sind die Projekte, in denen im zweiten Versuch eine richtig gute Note herauskommt. Denn das zeigt, dass eine großartige Leistung möglich ist.

15. Hast Du noch einen ultimativen Tipp für erfolgreiches wissenschaftliches Arbeiten? Was ist wirklich immer wichtig?

Der Tipp hat eigentlich nichts mit den wissenschaftlichen Arbeiten selbst zu tun. Wer eine solche Arbeit schreibt, sollte sich ein Ziel nach der Arbeit setzen, das richtig motiviert. Das kann ein Job sein, ein privates Großereignis wir eine Hochzeit, eine Weltreise oder auch ein Start-Up. Das motiviert und lässt einen die Mühen unterwegs besser ertragen.

Silvio, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast und uns einen so tollen Einblick in dein berufliches Leben gegeben hast! Für alle, die uns auf Facebook folgen: Silvio ist immer donnerstags in der Facebook-Gruppe für Bachelor- und Masterarbeiten in der Sprechstunde für euch verfügbar. Schaut doch mal rein!