Ich bin Dustin, lebe in meinem Van „Gerta“ und unterstütze andere beim Schreiben ihrer wissenschaftlichen Arbeiten –dabei kann ich frei entscheiden, wo mein Schreibtisch gerade steht. Mal am Waldrand, mal auf einem Supermarktparkplatz mit halbwegs stabilem Internet. 😉 Seit 2024 arbeite ich als Ghostwriter für die Absolventen-Schmiede.
Zum Schreiben bin ich über Umwege gekommen – irgendwann hatte ich eine Buchidee und habe nach einem schlechten Tag in meinem alten Beruf einfach angefangen zu schreiben. Und wie das am Anfang halt so ist, war das, was ich auf Papier gebracht habe ausbaufähig. Aber ich bin drangeblieben, habe mich reingefuchst, bin stetig besser geworden. Heute ist das Schreiben mein Alltag – und die Grundlage dafür, dass ich mein Leben unterwegs gestalten kann. Meine Buchidee ist heute ein vollwertiges Manuskript, das wahrscheinlich nächstes Jahr in den Bücherregalen der großen Buchhandlungen zu finden wird.
Ghostwriting passt aktuell gut in mein Leben rein: Ich helfe anderen mit dem, was ich inzwischen ziemlich gut kann – Texte strukturieren, Gedanken sortieren, Wissenschaft verständlich machen. Und das auf eine Art, die zum Menschen passt. Nicht nur zur Zitationsnorm.
Akademischer Weg
In einem anderen Leben habe ich Wirtschaft mit Schwerpunkten im Controlling studiert – sowohl im Bachelor als auch im Master. Nach dem Studium war ich einige Jahre als Unternehmensberater tätig. Ein Lebensabschnitt, der durchaus spannend und lehrreich war, aber es fehlte mir einfach der direkte Bezug zum Menschen.
Das ist heute anders. Im Ghostwriting arbeite ich mit echten Anliegen. Ich sehe, was meine Arbeit bewirkt – und kann das, was ich gut kann, für etwas Sinnvolles einsetzen. Mein wissenschaftlicher Stil ist klar, strukturiert und auf den Punkt gebracht – geprägt von viel eigener Erfahrung und noch mehr Reflexion. Und so schiebe ich heute nicht mehr Zahlen für Großkonzerne hin und her, sondern helfe Menschen, die verzweifelt sind und Hilfe brauchen.
Alltag als Ghostwriter
Ich lebe in meinem Van „Gerta“ und arbeite dort, wo ich gerade bin. Das kann ein Bergparkplatz sein oder ein ruhiger Stellplatz in der Nähe einer Bibliothek. Die Umgebung verändert sich – meine Arbeitsweise bleibt konzentriert.
Ich schreibe viel zu wirtschaftlichen, sozialwissenschaftlichen und pflegebezogenen Themen. Ein Bereich, in den ich irgendwann einmal einfach hineingerutscht bin und mit der Zeit tiefe Expertise gesammelt habe. Bei neuen Fragestellungen starte ich mit sauberer Recherche, entwickle eine klare Struktur und bleibe in engem Austausch mit meinen Kund:innen. So entstehen Texte, die Substanz haben – und trotzdem gut lesbar sind. Für die Absolventenschmiede habe ich auch extra einen Leitfaden für Pflegearbeiten geschrieben, der euch dabei helfen soll, eine ausgezeichnete Arbeit zu verfassen.
Leidenschaft fürs Schreiben


Motivation & Persönliches
Ich habe ein Faible für Underdogs. Für Menschen, die etwas können, aber denen das Schreiben schwerfällt. Viele Kund:innen arbeiten im Pflegebereich – ein Feld, das ich inzwischen gut kenne und sehr schätze. Ihre Geschichten verdienen Sichtbarkeit, doch ihre Studiengänge sind selten auf ihren Arbeitsalltag ausgelegt.
Besonders berührt hat mich das Feedback einer Kundin, die sagte, sie fühle sich nach unserer Zusammenarbeit endlich „kompetent“ – bereit für den nächsten Schritt. Das ist der Moment, in dem ich weiß, warum ich das mache.
Blick hinter die Kulissen
Ghostwriting ist kein „Ich mach das mal für dich“-Service. Es ist ein Dialog. Ich arbeite eng mit meinen Kund:innen, fast schon wie ein Coach. Gemeinsam erschaffen wir einen Text, der nicht nur den Anforderungen genügt, sondern auch zur Person passt. Mir ist es sehr wichtig, dass die Expertise und die Stimme der Kund:innen einen deutlichen Abdruck in der Hausarbeit hinterlässt und diese auch etwas aus unserem Prozess für die Zukunft mitnehmen.
Ich arbeite verlässlich, strukturiert – und mit einem klaren Wertekompass: Keine Copy-Paste-Arbeiten, kein Ghosten beim Ghostwriting. Was ich schreibe, ist individuell, durchdacht und professionell – in enger Rücksprache mit den Klient:innen.
Ausblick & Inspiration


Mein Tipp an Studierende: Hilfe anzunehmen ist kein Scheitern – es ist ein Zeichen von Klarheit. Gerade beim wissenschaftlichen Schreiben kommt man irgendwann an einen Punkt, an dem man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Dann kann es enorm helfen, ein Gegenüber zu haben, das nicht nur mitdenkt, sondern auch ehrlich Rückmeldung gibt – ohne belehrend zu sein.
Konstruktive Kritik ist dabei zentral: Sie bringt uns weiter, wenn sie ehrlich, respektvoll und lösungsorientiert ist. Ich arbeite nicht nach dem Prinzip „Abgeben und vergessen“, sondern verstehe Ghostwriting als Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Es geht darum, gemeinsam einen Text zu entwickeln, der Substanz hat – fachlich, sprachlich und menschlich.
Und für alle, die selbst schreiben wollen: Neugier hilft. Ebenso wie die Fähigkeit, Kritik anzunehmen, ohne den Mut zu verlieren. Wer sich wirklich für sein Gegenüber interessiert, wer bereit ist, sich auf Themen einzulassen, die nicht aus dem eigenen Leben stammen – der kann in diesem Beruf viel bewegen.
Ghostwriting ist für mich kein reines Dienstleistungsmodell, sondern oft ein Dialog – manchmal sogar ein Prozess, in dem sich beide Seiten weiterentwickeln. Wenn man das annimmt, wird Schreiben mehr als ein Job – es wird zur Reise mit Zwischenstopps, Umwegen und echten Erkenntnissen.

